Kursdetails

Koloniale Spuren in Hagen - Stadtführung durch die Innenstadt

Anmeldung auf Warteliste

Kursnr. 202-1068
Beginn Sa., 31.10.2020, 14:00 - 16:00 Uhr
Dauer 1x
Kursort Treffpunkt: Friedrich-Ebert-Platz, vor dem ehemaligen Ratskeller
Gebühr 0,00 €

Kursbeschreibung

Hagen liegt nicht am Meer. Kein Kolonialministerium war hier angesiedelt, und die großen Entscheidungen im internationalen Handel wurden anderswo getroffen: nicht zwischen Ruhrgebiet und Sauerland, sondern in Zentren wie Berlin, Hamburg oder Bremen, bei denen das koloniale Thema auf der Hand liegt.
Und doch zeigt gerade ein dezentrales Beispiel wie Hagen besonders deutlich, welche vielfältigen Verbindungslinien zwischen Stadtgeschichte und Kolonialgeschichte bestanden, vor allem zwischen etwa 1850 und 1960. Koloniales Denken und Handeln waren im Alltag fest verankert. Koloniale Vereine, Völkerschauen, unternehmerische Tätigkeit in Übersee, Auswanderung, die Entsendung von Missionaren und Kolonialbeamten, Alltagsrassismus, Straßenbenennungen und revisionistische Ansprüche verdeutlichen, dass koloniales Denken keine bloße Randnote von Stadtgeschichte ist. Während der Führung wird die koloniale Vergangenheit Hagens im Stadtbild verortet. Der Rundgang ist barrierefrei und wird auf ebenem Terrain in der Hagener Innenstadt durchgeführt (Gehstrecke: rund 2 km).

Kurs teilen: